Wir wollen sie nicht in Waren

Nun ist es öffentlich:

Am kommenden Sonnabend führt die AfD Mecklenburg-Vorpommerns ihren Landesparteitag in unserer Stadt durch. Die Stadt stellt den Höckes, Gaulands und Weidels den Bürgersaal zur Verfügung und hilft damit – wie AfD-Mitglieder sagen würden – Deutschland vom »Mehltau« des »PC-Totalitarismus« zu befreien.

Ihre Vorbilder zettelten einen Krieg an, vernichteten Millionen Juden, brachten ungezählten Menschen den Tod und führten Europa in die Katastrophe. Wir brauchen diese Nachkommenschaft hier nicht, nicht in Europa, nicht in Deutschland und nicht in unserer Stadt . Auch wenn die AfD in demokratischen Wahlen viele – viel zu viele – Stimmen bekam.

Wir sollten uns erinnern:
In Mecklenburg fing die Nazizeit auch nach demokratischen Spielregeln an:

Am 13. Juli 1932 wählte der Landtag mit dem Gutsverwalter Walter Granzow einen Nazi zum Ministerpräsidenten. Die NSDAP bekam bei der Landtagswahl am 5. Juni 48,9 Prozent der Stimmen. Mit der Inthronisierung Hitlers am 30. Januar 1933 in Berlin kamen die Nazis in Schwerin dann vollends an die Macht. Die Demokratie war noch im selben Jahr zu Ende. Der Erlass von zwei Gleichschaltungsgesetzen schaffte den Landtag ab und die Landesregierung wurde dem NS-Gauleiter von Mecklenburg und Lübeck, Friedrich Hildebrandt, als Hitlers Reichsstatthalter unterstellt. (Quelle: https://www.svz.de/3952861 ©2019). 12 Jahre später lag Deutschland in Trümmern, Europa war verwüstet. Die Überlebenden in West und Ost versprachen sich und allen Nachkommen: Nie Wieder!

Und doch sind die völkischen Töne wieder da und die Drohungen gegen Andersdenkende:

„Ein paar Korrekturen und Reförmchen werden nicht ausreichen, aber die deutsche Unbedingtheit wird der Garant dafür sein, dass wir die Sache gründlich und grundsätzlich anpacken werden. Wenn einmal die Wendezeit gekommen ist, dann machen wir Deutsche keine halben Sachen, dann werden die Schutthalden der Moderne beseitigt“. (Quelle: https://www.zdf.de/politik/berlin-direkt/zdf-interview-mit-bjoern-hoecke-in-voller-laenge-100.html)

Wir – und ich hoffe, dieses WIR ist mächtig in Waren – wollen das nicht dulden. Lasst uns das zeigen am kommenden Sonnabend 9 Uhr vor der Tür des Bürgersaales.